Lost In Desire – Skin

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Lost In Desire haben am 25.10.2013 ihr mittlerweile drittes Album (nebst einer Menge diverser EP) auf dem europäischen Musikmarkt veröffentlicht. Echozone war das unterstützende Label.

Im Vorfeld des Termins tourten Sonja, Stephan, Mark und David durch dreiviertel Europa und stellten den Silberling Groß Britannien, Belgien, den Niederlanden, Deutschland und natürlich in ihrem Heimatland Österreich vor. Außerdem auch noch in Czechien. Eine ihrer Stationen in Deutschland war auch Berlin.

Hervorheben möchte ich den 27.09.2013 deshalb, weil Lost In Desire hier ein Unikum auf der „Skin“-Tour präsentierten. In der TheARTer-Galerie spielten sie eine Unplugged-Session sozusagen. Denn bedingt durch die Lage und Größe der Location konnten keine Verstärker aufgebaut werden, und es musste eine gewisse Lautstärke eingehalten bleiben. Viele kennen vielleicht noch die Fotos, die Manja und ich am Tag nach diesem Konzert zeigten.

Doch nun zum Album. Skin kommt in einem hochwertigen, weißen Pappcover daher. Ein provokatives Bild zeigt… Genau… HAUT. Wie der Name des Albums schon sagt. 12 Tracks warten auf uns Hörer, und allesamt haben es in sich.  Weiteres Highlight dieses Albums ist die leichte Transparanz der CD (siehe Foto, wir haben extra einen Sticker druner gelegt, um diese Eigenschaft fürs Foto hervorbringen zu können). Wieder viel Platz für Interpretationen, warum ausgerechnet dieses Design für ein Album wie „Skin“ gewählt wurde…

LiD_SKIN_Cover

Der Titelsong eröffnet auch das Album… Eine wunderbare Midtempo-Nummer, die man textlich sowohl als Hommage an Tattoos als auch als Aufforderung an den/die Liebste zum Hinterlassen ihrer/seiner Spuren in unserem Leben verstehen kann. Der Song lädt sofort zum mitgrooven ein, als die Instrumentenspuren nach dem eher ruhigen, vocal-konzentriertem Intro einsetzen. Angenehme Riffs, ein guter 4/4-Takt mit geschickten kleinen Fills. Auch Keyboard und Bass sind feinfühlig in den Song ziseliert. Put Out That Light – Song Nr. 2 auf dem Album kennen wir bereits seit Anfang September, als kleine EP-Auskopplung mit Remixes: 3AM-Mix, Level 2.0 Remix, und The Markasmix. Über diesen Song gibt es nur wenig neues zu sagen. Er ist eine Bitte, fast ein Flehen, dem Leiden und Sehnen ein Ende zu setzen, das in der Seele des Schreibers brennt. Diese Message ist musikalisch perfekt untermalt. Mit dramatischen Leadgitarren, interessanten Keys/Drumbridges und einem starken, emotional schwer geladenem Gesang.Weitere Songs sind • Coming Home (erinnert ein wenig an Thirty Seconds To Mars mit „The Kill“ – vom Aufbau und der Emotionalität her);

• Deathwish (sehr schwere Kost, wenn man sich in den Text hineindenkt. Schöne Grundlage für lange, philosophische Gespräche unter Freunden, jedoch nix zur reinen Berieselung – wie eigentlich jeder Song von LiD); • Hero – ein sehr virtuoser Song. Auf jeden Fall reinhören!;

• Hush Little Baby – eine sehr traurige Ballade, wenig Effekte, Akkustik-Gitarre, Streicher-Flächen, sehr sanfte, gut platzierte Drums von David;

• Sun – hier zeigt sich wieder die alternative Kunst des Musizierens bei Lost In Desire. Hoher elektronischer Anteil, doch ohne die rockige Basis zu übertünchen. ;

• The Weight Of The World – Fette Riffs auf Rhythmguitar und Bass gleichermaßen. Treibender Beat, schöne Keysequenzen dazwischen. Hitverdächtig;

• ZERO – Der Song der zum Jahreswechsel 2012/2013 einschlug wie eine Bombe – zumindest bei Radio DarkFire. Ein Freund und ehemaliger Moderatorenkollege hört diesen Titel damals wie heute rauf und runter. Hat ihn sogar zu einem seiner Lieblingssongs erklärt. Außerdem stand dieser Song quasi Pate für das Silvestervideo bei RDF, war er der haupt Hintergrundsong darin. Leider zu wenig von anderen Radios beachtet, sonst wäre er sicher auch in der DAC oder gar den GEWC (je nach Version) gelandet…;

• Transcience – ein Lied über die Vergänglichkeit… Schwermütig, nachdenklich, leicht melancholisch. Einfach toll!

• Crimson Poetry – Ich denke bei dem Namen bedarf es keinerlei weiterer Erklärung. In diesem Song ist der Titel Programm.

• Insomnia – Schlaflosigkeit… Sehr ruhige Ballade, zum krönenden Abschluss.

Ja, nach dem Genuss dieses kann man tatsächlich nicht schlafen. Muss man sich doch alles Songs wieder und wieder zu Gemüte führen. Nach den kleinen Details suchen, die so feinsinnig eingearbeitet sind – musikalisch wie textlich. Praktischer Weise liefern die Wiener Herrschaften die Texte im Cover gleich mit, sodass es lediglich guter Englischkenntnisse bedarf, um sie auch verstehen zu können. Hören kann man den Stephan jedenfalls gut in allen Songs.

 

Fazit: Ein gelungenes Album. Technisch sehr, sehr hochwertig. Stellenweise sehr virtuose Instrumentalisierung, die aber wichtig ist, um die Tragweite der Songs zu unterstreichen, Messages zu übertragen. Nicht nur für Lost In Desire-Fans ein Must-Have. Mit diesem Stück Musik, kommt grelle Farbe in die sonst so „düstere“ Musikwelt von Radio DarkFire, und dafür danken wir Lost In Desire und Claudia Rossner Ponitz (Musicfairy).

 

Das schönste ist, der Stephan hat mir im 6-Augengespräch mit Manja und mir nach der Show im TheARTer verraten, dass es schon Material für ein nächstes Album irgendwo existiert… WIR sind gespannt darauf!

Symeon von Radio DarkFire

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