In Extremo
Quid Pro Quo
Vertigo / Universal
24.06.2016

Der Albumtitel steht ja im weitesten Sinne für den Begriff Gegenleistung, während der Volksmund diese Worte eher für „Eine Hand wäscht die andere“ nutzt. Blickt man auf den Titelsong tut sich noch eine weitr Interpretation auf. Denn hier wird Kritik laut. ‚“Quid pro Quo“ steht auch für Geben und Nehmen, aber egal wohin du kommst, überall wird nur genommen‘, konstatiert die Berliner Band. Trotz der kritischen Worte, flechten die Mittelalterrocker den ihnen eigenen Humor mit ein.

Auch tummeln sich namhafte Gäste auf dem Album. So unterstützen die Herren Dietz und Bischoff von Heaven Shall Burn vokalistisch die Band beim Titelsong. Power Metal Legende Hansi Kürsch (Blind Guardan) ist auf „Roter Stern“zu hören. Laut seiner eigene Aussage, ist ein deutscher Text ganz etwas neues für ihn.

„Roter Stern“ ist aber auch eine Hommage an Russland. Ein Land, dass die Band mit seinem Wehmut und seiner Schwere beeindruckt und deren Seele berührt. Die Berliner beschreiben es als ein raues Land mit einem warmen Herzen. Auch der Titel „Schwarzer Rabe“ dreht sich um das Land der Kosaken und Zaren. Es wird zudem in Russisch vorgetragen und bei Beiden Songs kommt ein MoskauerKosakenchor zum Einsatz.

Mit „Pikse Palve“ geht es auch back to the roots und wieder etwas in Richtung der Merseburger Zaubersprüche.

Meine Favoriten auf „Quid pro Quo“ sind der rockige Opener „Störtebeker“, das mit einem eigenen Charme versehene „Lieb Vaterland, magst ruhig sein“, das balladesk anmutende „Moonshiner“ und das wieder ordentlich abgehende „Sternhagelvoll“ zu dem ich gerne Prost, Cheers oder Skòl sage.