Electronic Reflection 2017 – ein Rückblick von Symeon

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Electronic Reflection 2017

Ein Rückblick von Symeon

Electronic Reflection 2017 – Grafik by Sigma @ e-bit

Am 27.10.2017 fand in der Berlin-Kreuzberger Location „Junction Bar“ die erste Electronic Reflection statt, deren Titel dem Grundsatz von Teilnehmer-Act e-bit entlehnt ist: „Electronic Reflection-Synthetic Attraction“. Mit freundlicher Genehmigung von Anika und Sigma.

Initiator Thomas Borchert von Neocoma aus Göttingen lud sowohl drei weitere Bands, als auch die Freunde von elektronischer Musik zu einem unterhaltsamen und tanzbaren Abend. Zur Unterstützung holte er sich folgende Bands auf die Bühne: die Lokalmatadoren von e-bit und Project Caretaker, sowie den vielversprechenden Neuling Six Faces aus Halle a. d. Saale. Radio DarkFire präsentierte die Veranstaltung als exklusiver Medienpartner und langjähriger Unterstützer von Neocoma.

Neocoma © 2017 by dark-kisses

Pünktlich um 21 Uhr eröffneten Neocoma als Gastgeber das Reigen. Sie präsentierten musikalisch ausgereift und souverän ihre 45-minütige Show. Neues Material von ihrer CD „phi“ sowie die bekannten Gassenhauer „Wake Up“ oder „Shut Up“.

Mit erster kleiner Verzögerung gaben Thomas und Ralf dann an den ersten der beiden Lokalmatadoren „Project Caretaker“ die Bühne ab.

Project Caretaker © 2017 by dark-kisses


Seb T., Van Adrian (N8aktiv) und Daniel Stern haben ältere aber bewährte Titel wie „Hochkultur“ und „Weltenglas“ in neuem Gewand dargeboten. Aber auch neues Material gaben die drei Musiker zum Besten: „Wir fliegen“ ein anstehender Single-Release und „Engel“ eine Kooperation mit VDOC-Music aus Leipzig, der am 1.12.2017 erscheinen wird! Project Caretaker hatten noch einen Grund zu feiern: Frontmann und Begründer Seb T. wurde am vorangegangen Dienstag zarte 40, was leider zu einer weiteren Verzögerung im Zeitplan führte.

e-bit feat. Challendor © 2017 by e-bit

Mit lautstarker Forderung des Publikums enterten daher vollkommen konsequent die zweiten Local Heroes von e-bit die Bühne. Augenscheinlich die Band mit der größten Fanbase an diesem Abend. Martin Dargatz alias Challandor aus NRW angereist, unterstützte das Berliner Duo aktiv auf der Bühne.
Ganz professionell behielten Anika und Sigma die Time Table im Auge, und legten mit einem gekürzten Set unbeirrt los. Ausschließlich Uptempo-Nummern hämmerten sie aus den Boxen und wer das sympathische Duo kennt, der weiß, dass Anikas starke Stimme sich nahtlos in die Kompositionen von Sigma einfügt. Auch e-bit brachten sowohl Ausblicke auf ihr 2018 erscheinendes Album mit, als auch bewährte Hits wie „Loveboat“, oder die Hommage an Michael Clausen von be-polar „Unite“. Michael verstarb urplötzlich am Folgetag des Releases im Juli 2017. Ein würdiger Akt der Anerkennung!
Bedauerlicher Weise ließ die fortgeschrittene Uhrzeit keine Zugabe zu – eine wichtige Lektion, für die alle Fans hiermit um Entschuldigung und Nachsicht gebeten werden.

Marko @ Six Faces mit Symeon (v.r.n.l.) © 2017 by dark-kisses

Den wahrlich krönenden Abschluss machten dann Six Faces aus Halle. Ein blutjunges Projekt von Marko Rujner.
Dem einen oder anderen Berliner Konzertgänger kommt er irgendwie bekannt vor? Klar, er war bereits im Februar 2017 auf der „Anatomy of Sound“ mit einem Song zu Gast beim Abschiedskonzert von „Theatre Of Masquerade“ dabei. Seit 20.10.2017 ist sein Debutalbum „Behind The Truth“ im Handel erhältlich, und wurde noch am selben Tag bereits ein CD-Release-Konzert in Halle. Heute, bei der Electronic Reflection 2017, geben die sympathischen Herren von Six Faces ihr erstes offizielles Konzert überhaupt – und überzeugen auf ganzer Linie.
Sichtlich nervös und noch dazu mit der Herkulesaufgabe, dass spontan der Slot getauscht wurde, meisterten Marko und Basti die Herausforderung bravourös! Der Gesang war sicher, voluminös, und die Harmonie zwischen den beiden Akteuren ist nicht nur menschlich, sondern auch akkustisch offenbar.

Marko – ganz der Gentleman – nahm sich sogar Zeit für ein ganz kurzes Interview, das in einer Sondersendung bei Radio DarkFire zu hören sein wird. Auch hier machte er einen souveränen Eindruck.

Was habt ihr sonst noch verpasst? Das Who-Is-Who der Berliner Musikwelt von Radio DarkFire kam vorbei. Marco und Dirk von Mindstrip, und Frank Pomm. von ehemals Kontrollverlust OST (jetzt Black.Virus) nebst charmanter Begleitung bereicherten die stimmungsvolle Runde. Und da Netzwerken immer gut ist, konnten wir durch den Kontakt zu e-bit heute auch mal den Kollegen Dirk Busse von Dirk Busse Musik und RSD-Radio kennen lernen.

Abschließend bleibt noch aufrichtig DANKE zu sagen dafür, dass die Junction Bar ein tolles Team vor Ort hat.
Chefin Marina ist hilfsbereit, und bei allem Geschäftssinn äußerst zuvorkommend. Hat sie uns doch verständnisvoll die Deadline für die Show zu Gunsten der Künstler verlängert, und auch bei den technischen Hürden in Sachen Mitschnitt wunderbar ausgeholfen.
Vielen Dank an die wirklich netten Männer an der Bar, den rücksichtsvollen Türsteher und für die Mühe des doch recht jung wirkenden Ton-Techniker. Toller Job!