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Rezension – Ost+Front – Adrenalin – VÖ 16.02.2018

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Da liegt sie nun…. “Adrenalin” soll der Titel sein… Versprechen, Verheißung, oder gar eine Drohung…?

Eine Rezension von Rüdiger Borchard

…Und ich muss schon zugeben, es kribbelt ein wenig im Bauch. Denn ich war schon lange nicht mehr so auf gespannt auf ein Album wie auf Adrenalin.

Wer es jetzt immer noch nicht weiß: die Rede ist von Ost+Front, dieser martialischen Kapelle die sich in Kostüme wandet und klebrig-obszön jede Bühne in ein Theater der modernen Kunst verwandelt, die blutverschmierten Gesichter und Masken sind hierbei ja schon fast obligatorisch.

Und eins ist so gewiss wie das Amen in der Kirche, dieses Album erhält, als wäre es eine Selbstverständlichkeit, den schmückenden Sticker „EXPLIZIT“.
Am 16. Februar 2018 erscheint Adrenalin, natürlich gefolgt von einer ansehnlichen Europa Tour vom 17.2. bis zum 28.4. 2018. Ich bin gespannt und freue mich auf den Adrenalinschub!

01 Adrenalin – so startet es also gleich mit dem Titelsong des Albums…
  • Eingängig stampft der Rhythmus in den Gehörgang, und ich warte auf die Überraschung…
    Diese bleibt jedoch aus, ich bin ein wenig ernüchtert… Ja die Musik gefällt, aber ist „gewöhnlich“, ja nahezu schön, was nicht zuletzt auf den exakten Satzgesang zurück zu führen ist. Schöner Song, aber das kann doch nicht alles gewesen sein…
02 Heavy Metal – klingt viel versprechend… vom Titel her…
  • Kerzengerade hämmert ein Beat durch den Song, Der Text liefert eine Hommage an den „Krieger mit wallendem Haar“, beschreibt aber eher die Globalisierungsstrategie eines modernen Großkonzerns in einer etwas überspitzten und sarkastischen Sichtwiese… ansonsten unterhaltsam aber auch kein Highlight, zumal die Gitarre ein wenig hinter den Keyboardsounds zurück steht
03 Disco Bukkake – jetzt aber…
  • So langsam kommen wir der Sache näher, schön zweideutig, mit leicht perverser Schilderung unschöner Details im bekannten treibenden stampfen lädt dieser Song zum Kopfkino ein und der Fuß beginnt unweigerlich zu wippen und ohne es bewusst zu wollen dreh ich ein bisschen lauter…
04 U.S.A
  • Ein Lobgesang auf weites Land, Weißkopfseeadler, Büffel und den Marlboromann?
    Weit gefehlt… Hier kriegt einer sein Fett weg, der es eigentlich gar nicht verdient hat in einem Lied besungen zu werden. Geschmackvoll umgesetzt, mit leicht verspielten akustischen Ansätzen im Outro, die diesen Text noch einmal so richtig sacken lassen…
    Gesamtheitliche Kritik an einem System aus Lügen auf den Fundamenten der menschlichen Dummheit erbaut…
05 Puppenjunge
  • Richtig schwerer Stoff… nichts für das sanfte Gemüt… Getragen, mystisch und abscheulich… eindeutig Ost+Front – mit einem schönen eingänglichen Refrain der zum mitsingen einlädt.
06 Blattzeit
  • Das kleine Adrenalin wächst, der Rhythmus wird schneller die Texte obszöner und eindeutig zweideutig…
07 Arm und Reich
  • Erinnert musikalisch sofort an Rammstein und ich vermisse zuerst das rollende R…

Eine Klage an die gesellschaftliche Trennung laut dem Titel des Songs und der Chancenungleichheit in unserer Gesellschaft… treffend und hart auf den Punkt gebracht.

08 Böses Mädchen
  • Das Spiel zwischen Macht und Demut bis zur völligen Aufgabe… in der Ausschmückung hätte ich bei diesem explizitem Thema mehr erwartet…
09 10 Jahre Ost+Front
  • Wie der Titel schon sagt, Ost+Front sind nun 10 Jahre alt, und kein bisschen leise…

Sie nehmen euch mit auf ihrer Reise zu den Abgründen der Menschheit… mehr muss man darüber eigentlich auch nicht sagen…

10 Edelweiss
  • Ja – da isses, das musikalische Highlight… also das erste gut sortiert, Gitarren vorn, gezielt untermalt und umspielt von den synthetischen Klängen der Tastenfraktion… das macht Spass
11 Hans guck in die Luft
  • Die Freiheit in der Selbstzerstörung… Tendenzen zum Suizid und der Angst vor der Umsetzung. Die letztendlich Freiheit im Tod – schöner Song mit sehr gutem Text zum Thema. Spielerisch geht man hier mit der schwierigen Thematik um und umschreibt beispiellos die Gedanken und Gefühlswelt der Menschen die mit dieser Welt nichts mehr anfangen können…
12 Du gehst mir unter die Haut
  • Eine Beschwörung der Motivitation und den glauben an sich selbst, erzählt in der wir-form… Seltsame Befindlichkeit in Zwiespalt der Selbstbeweihräucherung und dem Optimismus der uns am Leben erhält in einem etwas belanglosen musikalischem Gewandt… Der Text verwirrt mich und ich bin ein wenig hin und her gerissen – allein das macht diesen Titel interessant.
13 Alte Liebe
  • Auch hier versteht man es die Doppeldeutigkeit per excelance durch Gegenüberstellung ad absurdum zu führen. Das positive „Alte Liebe rostet nicht“ aufgeführt mit dem Gegensatz der schwindenden der Attraktivität im Alter. Natürlich sehr explizit ausgeschmückt wie man es an dieser Stelle erwartet.
14 Ich will alles
  • Die Party- und Mitgröhlnummer die mit Sicherheit auf keinem Konzert fehlen wird… Hinzu kommt die Huldigung von diversen Bewusstseinserweiternden Substanzen… Definitiv Party Charakter.
15 Bluthund
  • Uptempo im Wechsel von flüsterndem Sprechgesang und einem brachialen Refrain, geht im zweiten Teil fordernd und treibend nach vorn, da wird man live sicherlich den ein oder anderen Moshpit sehen. Ob mit dem Bluthund wohl eine Abwandlung des inneren Schweinehundes gemeint ist… Mir gefällt dieser Gedanke
16 Rosenkavalier
  • Die ewige Geschichte der verschmähten Liebe wird hier metaphorisch auf die Spitze getrieben… Hier reichen nicht etwa die Nadelstiche in der Brust des nicht erwiderten Begehrens, nein hier darf es auch mal ein Fleischerbeil sein… da bekommt die Anwandlung „Kopflos durch die nacht“ direkt eine viel klarere Bedeutung…
17 Willenskraft
  • Ein würdiger Abschluss für dieses Album, gefühlvoll, akzentuiert, druckvoll – Mit Willenskraft vorbei an der Normalität, der allgegenwärtige Kampf zwischen den wirren Gedanken und der biederen Realität, zwischen angepasster Substituierbarkeit und der eigenen Individualität an der Grenze zur multiplen Persönlichkeit… besser kann man das gar nicht, nicht auf den Punkt bringen…

Adrenalin – das war es also? Hm…

Ein schönes Album mit vielen unkonventionellen Parallelen und ausschweifenden Exzessen, musikalisch vielleicht einen Hauch zu belanglos, knapp an der Großartigkeit vorbei. Dennoch Stilecht, Prägnant und unverwechselbar Ost+Front. Mir persönlich fehlt ein Highlight, ob nun musikalisch oder textlich, oder gar beides wie z.B. Suizid. Bei einem Jubiläumsalbum hätte ich da einen Track erwartet bei dem man sich nicht mal traut weiter zu atmen… aber gut es hat nicht sollen sein. Adrenalin gefällt trotzdem, findet geschmeidig den Weg vom Innenohr ins wippende Bein und die Texte sorgen für jede Menge Bilder im Kopf die man nicht so einfach wieder los wird.

Von mir eine ganz klare Empfehlung – auf jeden Fall anhören.

Ost+Front im Netz:
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Rudi @ Radio Darkfire – www. Radio-darkfire.com
Rüdiger Borchard

Sunterra – Reborn

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Eine Rezension von Tobi

Sunterra sind wieder da! Nach über 10 Jahren Pause, sind die österreichischen Gothic Garanten wieder da und präsentieren mit ihrem neuen Minialbum Reborn ein überraschendes Output.

Sunterra standen einst für Symphonic Gothic Metal und mit ihren Alben “In Diebus Illis”, “Lost Time” oder “Graceful Tunes” gelang es der Band aus Österreichs Provinzstadt Wien, in der Internationalen Metalszene für Aufsehen zu sorgen. Kultig ist der passende Begriff, wenn man das absolut geniale Cover zu Falco’s “Out of The Dark” mit nur einem Wort beschreiben sollte. Ein wenig erinnert Reign Surpreme in seinem Sound an Walls Of Jericho

Kultig ist aber auch ein treffendes Stichwort wenn es darum ginge, den Sound ihres neuen Albums “Reborn” zu umschreiben. Wer jetzt glaubt er bekäme es hier mit einem Sunterra Album zu tun, das Nahtlos an die alten Tage anknüpft, der sei hier vorgewarnt: Die Band hat sich verändert. Zum negativen? Nein! Denn Reborn klingt wie eine futuristische Version der Band.

Neben den Originalmitgliedern Chris (am bass und für die Lyrics verantwortlich), dem Sängerduett Lilly und Carlos, ist bei Sunterra Anno 2017, neuzugang Ivan am Start, der für die Gitarre, die Arrangements, das Programming und die Drums verantwortlich ist.

Hört man den Opener “Reign Supreme” (ein Titel der bestens passt) – , klingen die Gesangspassagen nur so vertraut. Der dämonische männliche Part von Carlos und die engelsgleiche weibliche Stimme von Lilly, lassen bereits jetzt aufhorchen und alle Zweifel vergehen: Es handelt sich tatsächlich um Sunterra. Neu im Arrangement, die elektrischen Synthesizer von ebenfalls Gitarrist Ivan, die das ganze aber ordentlich aufmotzen. Reign Supreme, der Name ist Programm! Denn herrschaftlich zieht sich bereits ab hier das ganze Album im brachialen, energiegeladenen Industrial-Goth-Elektro-Metal Jargon, der ausgewogen und energisch das Potential Sunterra’s auf der ganzen Platte zeigt.

Der zweite Track “Shadow In The Dark” zeigt Sunterra fast in alter Manier. Piano, Streicher ein schöner Gesang, schaurig symphonischer Gothic. Wirklich ganz? – Denkste! Ivan zaubert im Wechselspiel aus Ruhe und Sturm Industrial Collagen und Gitarren im Einklang mit Chris Bass Spiel heraus, die eindeutig an neuere KMFDM Werke erinnern, ohne dabei die Originalität des ganzen zu verlieren. Da war doch was im Pressekit? Ah richtig. Metalstep! Das ist wahr Leute. Sunterra bauen Dubstep Elemente in die düstere Metalcollage ein. Das klingt schrecklich denkt ihr? Täuscht euch mal nicht! Das funktioniert! und fetzt wie sau.

Hammer harter Industrial Metal begrüßt euch mit Lord Of Lies. Stampfende Drums, sparsame elektronik, die in der sogenannten Hookline kurz die Führung übernimmt und wieder rüberschwingt, gipfelt im Refrain in ein bittersüßes hymnisches Kunstwerk. Dieser wechselende Gesand von Carlos und Lilly, einfach genial!

Auch das progressive This is WAR, ist gut durchdacht und irgendwie höre ich hier Referenzen an härtere “Die Krupps” oder (wie des öfteren auf der Platte: KMFDM ) Aufnahmen raus. Der Dubstep Einfluss ist hier wie auch bei This Is War nicht auszumachen, dafür aber seichte, liebevolle Pianoklänge, die sich zwischen stürmerischem Industrial Metal abwechseln. Wunderschön

Die liebevollen Soundarrangements sind es, die Reborn von Sunterra alles andere als langweilig erscheinen lassen. Ministry Of Throughts ist Dubstep der Metal sich zu Nutze macht. Das muss man schon mehrmals hören. Der Song ist auch nicht schlecht, kann aber etwas anstrengend werden. Chris’ Bass, Ivans Gitarren und seine Keyboards machen auch hier einen guten Job, aber ein wenig vom Charakter eines Doom-Metal Songs, hat dieser Track schon. Sunterra experimentieren, sie haben Freude daran und das merkt man. Vom Sounddesign her, lohnt sich das hören dieses Songs und auch die Lyrics von Chris, die sich allesamt um das Thema Weltuntergang, das Ende der Menschheit und den Wiederaufbau dieser drehen, passen zu dem Sound. Ivans Gitarrensolos, geben den Songs den letzten Schliff, wenn auch dieser Song etwas anstrengend werden kann.

Bei Shut Up!!! muss ich leider sagen, der Titel passt und zwar bestens. Ich habe schon schlimmeres gehört, aber irgendwie will der letzte Song auf dem Album nicht so ganz überzeugen. Er wirkt wie ein schnell durchdachtes, gewolltes, aber nicht ganz gekonntes Liedchen, das nochmal schnell aufgenommen wurde, um noch einen weiteren Titel auf die Scheibe zu packen. Am 20. Januar  erscheint das gute Werk und an diesem besagten 20. Januar tritt oberpfosten Donald Trump das Amt des Präsidenten der vereinigten Staaten von Amerika an. Ob Shut Up!!! ihm gilt? Wäre jedoch ein Gedankenspiel wert, vor allem wenn man an den Spieglein Spieglein an der Wand reim (Siehe Text) denkt und an ,,you wanna play a game?” (kommt ebenfalls im Text vor) könnte der Verdacht naheliegen. 🙂

Wertung 8 von 10

Fazit: Trotz weniger Schwächen, ist jeder der auf elektronischen Goth steht dazu eingeladen, sich das Werk anzuhören und zu besorgen. Sunterra erschaffen auf Reborn etwas, was verschiedene Welten vereint und das machen sie sehr gut und mit Neuzugang Ivan, hat die wiener Formation einen Glückstreffer gemacht. Die Musiker verrichten einen gewohnt tadellosen Job, Ideen haben Sunterra und sie eröffnen einen ganz eigenen, persönlichen Sound. Geschmäcker sind verschieden, manche mögen das Album, andere hassen es. Aber empfehlenswert ist Sunterra’s Comebackscheibe Reborn jedem Elektro, Gothic und Metalfan. Reborn ist kein Flopp, es ist Gut, wirklich, beim nächsten Werk jedoch bitte mehr Songs

Anhören ist hier durchaus empfohlen!

Weblinks:

Reborn Anhören: http://player.believe.fr/v2/3614971132287 
Sunterra – Offiziell: http://www.sunterra.at
Sunterra – Facebook: https://www.facebook.com/sunterra.home/

Avantasia – Mystery of a Blood Red Rose (OFFICIAL TRACK & LYRICS)

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Avantasia veröffentlichen ihr Album “Ghostlight” am 29. Januar 2016.

Nuclear Blast haben bereits mehrere Videos mit Avantasia produziert… Zum Beispiel auch dieses LYRICS-Video zu “Mystery Of A Blood Red Rose”.

Forever Still – neues Album “Tied Down”

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Am 15.01.2016 ist es soweit:

Forever Still, das vielversprechende Trio aus dem dänischen Kopenhagen, veröffentlicht mitte des Monats ihr jüngstes Werk. TIED DOWN soll es heißen.

coverDas Cover ist ebenfalls bereits bekannt.

Dem Silberling gingen bereits mehrere Singles im digitalen Format voraus: Awake the Fire (10/2015) eine mitreißende Nummer, die sofort ins Blut geht.

“Break The Glass” gab es im PreOrder-Zeitraum als Appetizer, damit das Warten auf den Release leichter fällt. Nun kommt endlich der Full Length Player – noch dazu in 5 verschiedenen Bundles. Und unser Symeon hat bereits vorab reinhören dürfen.

Sein Fazit lautet: weckt Euer Feuer und brecht das Glas, um die Scheibe zu ergattern.

Have you gotten your copy of #TiedDown yet??? www.foreverstill.bigcartel.com#ForeverStill #PreOrder

Posted by Forever Still on Sonntag, 10. Januar 2016

ELMSFEUER live auf Wacken 2014!

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Ein lange gehegter Musikantentraum wird nun endlich wahr:
Die sechs hessischen Piraten Rocker ELMSFEUER segeln frohgemut und munter zum weltberühmten WACKEN Festival!

Zu bestaunen sind ELMSFEUER in der dortigen Beergarden Stage an den folgenden vier Tagen:
30.07.2014elmsfeuer
31.07.2014
01.08.2014
02.08.2014

Die mächtig spielfreudige Freibeuter-Crew um Sänger und Gitarrist Wirti hofft laut eigener Aussage, dort möglichst vielen Säbelrasslern, Piratenbräuten und Deckschrubbern zu begegnen.
Und die ein oder andere Überraschung wird es dabei auch noch geben, so ELMSFEUER voller frenetischer Aufbruchstimmung.

Quelle: Metalmessage-Verteiler

Metalmessage PR